§ 1 Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen Web.Agentur, Inhaber Berin Kamenica, Benfleetstraße 9, 50858 Köln (nachfolgend „Auftragnehmer") und dem jeweiligen Auftraggeber (nachfolgend „Kunde") über die Erbringung von Webdesign-, Webentwicklungs-, SEO-, Online-Marketing- und sonstigen digitalen Dienstleistungen.
Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Auftragnehmer stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Vertragsschluss
Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend und unverbindlich. Ein Vertrag kommt erst durch schriftliche Auftragsbestätigung (per E-Mail genügt) oder durch Aufnahme der Leistungserbringung zustande. Mündliche Nebenabreden bedürfen der Schriftform.
§ 3 Leistungsumfang
Der Leistungsumfang richtet sich nach dem schriftlich vereinbarten Angebot bzw. der Leistungsbeschreibung. Änderungs- und Erweiterungswünsche des Kunden nach Vertragsschluss bedürfen einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung und können zu einer Anpassung von Preis und Lieferzeitraum führen.
Der Auftragnehmer ist berechtigt, Dritte (Subunternehmer) mit der Erbringung von Teilleistungen zu beauftragen, bleibt jedoch gegenüber dem Kunden allein verantwortlich.
§ 4 Mitwirkungspflichten des Kunden
Der Kunde ist verpflichtet, alle zur Durchführung des Auftrags erforderlichen Unterlagen, Informationen, Zugangsdaten und Freigaben rechtzeitig und vollständig zur Verfügung zu stellen. Verzögerungen, die auf unterlassener oder verspäteter Mitwirkung des Kunden beruhen, gehen nicht zu Lasten des Auftragnehmers und können zu einer angemessenen Verlängerung vereinbarter Fristen führen.
Der Kunde ist allein verantwortlich für die Rechtmäßigkeit der von ihm bereitgestellten Inhalte (Texte, Bilder, Logos, Daten). Er versichert, über alle erforderlichen Rechte an den übermittelten Materialien zu verfügen und stellt den Auftragnehmer von etwaigen Ansprüchen Dritter frei.
§ 5 Vergütung und Zahlungsbedingungen
Die Vergütung richtet sich nach dem schriftlich vereinbarten Angebot. Alle Preise verstehen sich in Euro netto zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer, soweit diese anfällt. Bei Projekten über 500 € ist eine Anzahlung von 50 % bei Auftragserteilung fällig. Der Restbetrag ist nach Abnahme oder Lieferung des Werkes innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug zu zahlen.
Bei Zahlungsverzug ist der Auftragnehmer berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz gemäß § 288 BGB zu berechnen sowie die weitere Leistungserbringung bis zum Ausgleich aller offenen Beträge auszusetzen.
§ 6 Abnahme
Nach Fertigstellung des Werkes hat der Kunde dieses unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 10 Werktagen, zu prüfen und etwaige Mängel schriftlich zu rügen. Erfolgt keine Rüge innerhalb dieser Frist, gilt das Werk als abgenommen. Geringfügige Mängel, die die Nutzbarkeit des Werkes nicht wesentlich beeinträchtigen, berechtigen nicht zur Verweigerung der Abnahme.
§ 7 Urheberrecht und Nutzungsrechte
Alle vom Auftragnehmer erstellten Werke (Design, Code, Grafiken, Konzepte) unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Mit vollständiger Bezahlung der vereinbarten Vergütung überträgt der Auftragnehmer dem Kunden ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an den erstellten Werken für den vertragsgemäßen Zweck.
Der Auftragnehmer behält das Recht, die erstellten Arbeiten zu Referenzzwecken in seinem Portfolio und auf seiner Website zu veröffentlichen, sofern der Kunde nicht ausdrücklich und schriftlich widerspricht.
Verwendete Open-Source-Komponenten, Frameworks oder Drittanbieter-Lizenzen unterliegen den jeweiligen Lizenzbedingungen. Der Auftragnehmer weist den Kunden auf relevante Lizenzpflichten hin.
§ 8 Gewährleistung
Der Auftragnehmer gewährleistet, dass das erstellte Werk bei Abnahme frei von wesentlichen Mängeln ist. Die Gewährleistungsfrist beträgt 12 Monate ab Abnahme. Bei Mängeln hat der Auftragnehmer das Recht zur Nacherfüllung. Schlägt die Nacherfüllung zweimal fehl, kann der Kunde Minderung oder – bei wesentlichen Mängeln – Rücktritt vom Vertrag verlangen.
Kein Gewährleistungsanspruch besteht für Mängel, die auf Änderungen des Kunden oder Dritter am gelieferten Werk beruhen, sowie für Inhalte, die der Kunde selbst bereitgestellt hat.
§ 9 Haftungsbeschränkung
Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.
Für leicht fahrlässige Verletzungen wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leicht fahrlässiges Verhalten ausgeschlossen. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
Der Auftragnehmer haftet nicht für Schäden, die durch fehlerhafte oder unvollständige Mitwirkungsleistungen des Kunden, durch Inhalte des Kunden oder durch Eingriffe Dritter verursacht werden.
§ 10 Vertraulichkeit und Datenschutz
Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen des Vertragsverhältnisses erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei geheim zu halten und nicht an Dritte weiterzugeben. Diese Verpflichtung gilt auch nach Beendigung des Vertragsverhältnisses.
Soweit der Auftragnehmer im Rahmen der Leistungserbringung personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, wird eine gesonderte Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO geschlossen.
§ 11 Laufzeit und Kündigung
Einmalige Projektaufträge enden mit vollständiger Lieferung und Bezahlung. Dauerschuldverhältnisse (z. B. Wartungs- und Betreuungsverträge, Hosting) werden auf unbestimmte Zeit geschlossen und können von beiden Seiten mit einer Frist von 4 Wochen zum Monatsende schriftlich gekündigt werden, erstmalig jedoch nach einer Mindestlaufzeit von 12 Monaten, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn der Kunde trotz Mahnung mit mehr als zwei Monatsbeträgen in Zahlungsverzug ist.
§ 12 Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Erfüllungsort und ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist Köln, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzlich zulässige Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
Stand: Mai 2025